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Wie alles begann

Dortmund, 23. November 1940: Es ist dunkel, es ist kalt, die Sirenen heulen wie schon so oft zuvor Fliegeralarm in die Nacht hinaus und die Menschen haben sich in Keller und Luftschutzbunker geflüchtet. In dieser Nacht, um 22:30 Uhr kommt im Dorstfelder Krankenhaus Gerda Möllenhoff zur Welt.
      Zwei Stunden später und sie wäre ein Sonntagskind geworden. (Ursula Möllenhoff)
      Aus dem kleinen Gerdalein spricht eine wundervolle Seelenhaltung. (Adele Möllenhoff, nach einer Fotografie der 2 Monate alten Gerda)
Der Vater Paul ist im Feldzug in Rumänien, die Mutter Ursula alleine mit der kleinen Gerda und ihrem 2 Jahre älteren Bruder Manfred.
      Die Kleine schläft wie ein Landser. (unbekannter Soldat über die Zweijährige Gerda bei der Abreise aus Dortmund)
Drei Jahre später: Der Vater ist in Russland gefallen, das Haus in Dortmund von einer Brandbombe getroffen und die drei in Pötzen bei Hameln auf einem Bauerhof untergebracht. Hier verbringt sie die ersten Lebensjahre, wird als Dreijährige zum Brot holen geschickt, weil der ältere Bruder sich nicht am Hofhund vorbeitraut, und hier besucht sie die Grundschule.

Nächste Station: Hildesheim, die Heimatstadt der Mutter: 1951 ziehen sie gemeinsam mit der Großmutter Marie Wiegmann in eine Mietswohnung in der Renatatraße, 1964 schließlich in das Geburtshaus der Großmutter an der Sedanstraße. Gerda besucht die Goethe-Schule, ein reines Mädchengymnasium. Sie ist recht gut in der Schule, besonders in Mathematik. Diese Fähigkeit kann sie schließlich auch praktisch anwenden, als sie schon als Teenager die Finanzen der Familie übernimmt, denn Geld ist knapp in dieser Zeit .

Das Studium in Göttingen widmet sie der Mathematik und Physik - damals noch fast reine Männerdomäne.
      Herr Möllenhoff bitte! (Aufruf für Gerda zum Vordiplom. Ihr Vetter Claus, der sie nur begleitete, zuckte spürbar zusammen.)
Neben den Vorlesungen und Seminaren gibt es auch das, was die späten 60er so berühmt gemacht hat: Studentenleben! Berühmt-berüchtigt: Der gemeinsame Partykeller im CVJM-Heim. Praktischerweise lag Gerdas Zimmer nur einen Flur höher. Hier lernte sie auch einen jungen Lehramts-Kandidaten namens Horst Wiljes kennen.
      Da ist auch jemand dabei - die haben einen kleinen Hof - der ist auch sehr nett. (Gerda zu ihrer Mutter über Horst Wiljes)
Gemeinsame Reisen und schließlich die Verlobung folgten.
      Wer hackt denn da so laut Holz?. (Gerda und Horst Wiljes Fehlinterpretation eines Kolbenfressers nach zu langer Bergtour mit dem alten Käfer)
Als Horst eine Referendariats-Stelle in Braunschweig erhält, bricht auch Gerda in die Löwenstadt auf und tritt ihre erste Stelle bei der Firma Siemens auf einem Gebiet an, das Jahre später die Welt erobern wird: Computer-Programmierung.
Und auch alles weitere verläuft nach Plan: Hochzeit 1968, das erste Kind Cord 1969, Hausbau und das zweite Kind Carsten 1972. Kinder und Haushalt sind in den kommenden zwei Jahrzehnten Gerdas Mehr-als-Vollzeitjob.
      Irgendwer brüllt immer gerade "Mama". (Gerda Wiljes über die Freuden der Mutterschaft)
Jetzt hat Gerda endlich mehr Zeit für alles, was ihr Spaß macht: alte Möbel aufarbeiten, Schüler in die Geheimnisse der Mathematik einweihen, reisen und nette Freunde treffen.


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Adresse:
Gerda Wiljes

Mühlenweg 8
38122 Braunschweig
Tel. 0531/871632
Email: gerda@wiljes.de

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